lebenswertes

Wie Crossfit das Leben verändert

Ich bin Crossfitter. Und zwar seit einem Jahr. Meine Box ist die trainBlue Crossfit HALL. Im August ist sozusagen mein erster Crossfit-Jahrestag und ich kann dir sagen: Es war ein wilder Ritt!

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ICH HABE EXTREM VIEL GELERNT, VOR ALLEM ÜBER MICH

Hätte mir jemand gesagt, dass ich freiwillig so viel Zeit grunzend und fluchend in einer ehemaligen Werkstatthalle verbringe, schwitze wie wild, kaum Luft kriege, manchmal ein Tranchen verdrücke, doch wieder aufstehe und die Langhantel trotz allem ein weiteres Mal cleane, hätte ich das nicht geglaubt. Ich hätte es einfach nicht geglaubt. Inzwischen kann ich das glauben, auch oder vielleicht gerade deshalb, weil eben „mein“ Crossfit Team in der trainBlue Crossfit Hall auch dann an mich glaubt, wenn ich es gerade nicht kann.

ICH BIN TEIL EINER COMMUNITY, IN DER JEDER WILLKOMMEN IST UND GIBT, WAS ER KANN.

Es fällt mir nicht leicht zu sagen, welche Erfahrung im letzten Jahr für mich den Reiz am Crossfit ausmacht. Ich glaube, es ist eine Mischung aus vielen Aspekten. Wie käme man sonst auf die Idee, an ca. 300 Tagen im Jahr Muskelkater zu haben und sich wie eine Schneekönigin darüber zu freuen?

ICH BIN NICHT DIE STÄRKSTE IN DER BOX, ABER SICHER STÄRKER ALS ICH JEMALS WAR.

Ich weiß übrigens nicht, wann ich das letzte Mal so konsequent wie bei diesem Sport meinen Alltag nach „Sport-Dates“ ausgerichtet habe. In dieser Woche war ich – zugegeben – ein bisschen inkonsequent, aber auch das gehört mal dazu: Möchtet du regelmäßig und wild Crossfit betreiben, braucht der Körper immer wieder Pausen, um sich anzupassen. In meinem Fall vor allem die Knie. Zwei, drei Tage Pause, und dieser „Muskelkater“ ist Geschichte. Der Sport beginnt irgendwann, seinen Einzug in die Küche zu halten. Seit jüngster Zeit besitzen wir eine digitale Küchenwaage. Oh, yes! Der Grund dafür, ist so einfach wie einleuchtend: Wer möchte schon ineffektive Muskelmasse am Reck hoch ziehen müssen? Und wer möchte schon nach dem Training den Trainingseffekt durch qualitativ oder quantitativ nicht passenden Brennstoff zunichte machen?

Wie sehr Crossfit Einfluss auf meinen Körper nimmt, merke ich leider nicht so sehr an den üblichen Mitteln wie Waage und Co. Es ist nicht so, als würde man plötzlich leichter werden. Tatsächlich wurde ich deutlich schwerer und daran musste ich – speziell zu Anfang – ganz schön knabbern. Die Klamotten zwicken und zwacken, die Waage ist blöd… Alles nicht so sehr aufregend, aber irgendwie auch sensationell gut!

Ein hervorragender Tipp für jeden, der es mit Crossfit versucht: Wenn ihr glaubt, es bewegt sich nichts, ist das normal. Wir trainieren immer am Limit, immer an der Grenze. Da die Belastung immer wieder verändert und gesteigert wird, kommen wir vom Gefühl her nicht weg von dem rasanten Herzschlag, dem schnellen Atmen und der wilden Anstrengung. Geht auf den Berg, fahrt Fahrrad, tut irgendetwas anderes und ihr werdet merken, wie easy ihr euch bewegt, wie leicht euch die Anstrengung fällt und kugelt euch in der Freude über euren Triumph!

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