lebenswertes

Warum Beziehungen nicht existieren und doch so wichtig sind

Beziehungen machen und Menschen erst zu denen, die wir sind. Wir brauchen sie und wir leben in ihnen. Menschen können prima ohne TV, Handy und Co existieren, aber nicht ohne Zuneigung und Beziehungen.

Life is relationships; the rest is just details.

-Gary Smalley

Ich bin geprägt von Beziehungen; oder besser: Ich bin von der Art und Weise geprägt, wie ich mich auf andere beziehe. Der Begriff Beziehung beschreibt etwas, das es nicht gibt.

BEZIEHUNGEN VS. SICH AUFEINANDER BEZIEHEN

Wir beziehen uns auf unsere Eltern, unsere Geschwister, auf unseren Partner. Beziehen ist aktiv! Ich muss etwas tun. Tue ich nichts, so wird sich die andere Person möglicherweise noch eine Weile auf mich beziehen, sich dann aber möglicherweise abwenden, weil ich mich nicht auf sie, ihr Verhalten, ihre Anknüpfungspunkte beziehe.

BEZIEHUNGEN UND EHE

Eine Heirat geht mit neuen Rechten und Pflichten einher und ist zwar eine Veränderung des Standes – von unverheiratet zu verheiratet, dennoch hat dies keinen Einfluss darauf, dass wir uns aufeinander beziehen „müssen“. Hören wir mit dem Beziehen auf, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch unsere Ehe gefährdet oder gar schon zum Scheidungsurteil unterwegs.

DU + ICH = VERÄNDERUNG

Jeder Mensch, dem wir begegnen, trägt etwas zu uns bei. Also haben auch alle Menschen, mit denen ich mich auseinandergesetzt und auf die ich mich demnach auch bezogen habe, mich mitgestaltet. Meine Wahrnehmung, meine Einstellungen zu Dingen, die Art wie ich die Welt sehe und mit ihr umgehe.

Menschen, denen wir begegnen, hinterlassen Fußabdrücke. Sie beeinflussen, lenken, machen Kinder zu Menschen mit Werten und Ideen, mit Glaubenssätzen und großen Herzen.

Ist das nicht wunderbar?

Ist es nicht fantastisch, dass die Person, der wir als nächstes begegnen, uns ein bisschen verändern wird?

Vor einigen Jahren habe ich auf einer Konferenz ein Paar kennengelernt. Die beiden waren am Vormittag in einem scheinbar wirklich schlechten Training und dennoch bestens gelaunt. Wir lernten uns stehend und dabei essend kennen. Sie führten den Begriff des Fresshörnchens in meinen Wortschatz ein. Darüber hinaus haben sie mir etwas anderes mitgegeben:

Sie hatten 3 Stunden ihrer wertvollen Konferenz-Zeit in einem echt schlechten Training verbracht. Die einzige Frage, die sie sich selbst stellten und gemeinsam diskutierten, war: Was können wir daraus Gutes mitnehmen? Welche positive Erfahrung?

Unser Gespräch dauerte weniger als 15 Minuten. Dennoch werde ich die beiden nie vergessen. Womöglich werde ich sie auf der Straße nicht wiedererkennen, aber die Situation hat sich in meiner Erinnerung manifestiert.

Was können wir aus dieser echt frustrierenden Sache Gutes und Nützliches mitnehmen? Ja, was??

Genau diese Kleinigkeiten sind Fußabdrücke. Sie bereichern uns selbst und ihr Einfluss durch uns auch wieder andere. Ein Fest! Und wer hätte das gedacht?? Es ist wieder wunderbar!

Auch die Art und Weise, wie wir uns auf uns selbst beziehen und uns wertschätzen, ist wichtig für unser Wohlgefühl. Wie soll man entspannt und zufrieden sein, wenn jemand – zum Beispiel jeder Mensch selbst – gemein zu sich ist?

Wer mehr Inspiration zum Thema soziale Beziehungen bzw. darüber, ob es uns glücklich macht, wenn wir uns aufeinander beziehen (Oh, ja! Das tut es!!!), haben möchte, findet sie sicher bei dieser Blogparade!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine phantastische Woche, die reich an Begegnungen, Veränderungen und Liebe ist!

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