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Konflikte meistern

konflikte meistern

Konflikte meistern ist etwas, das jeder können möchte. Einige Menschen sind Naturtalente; sie beherrschen es, Konflikte spielend zu meistern. Leider fällt das nicht jedem Menschen in den Schoß. Die folgenden Tipps können es dir helfen, Konflikte etwas einfacher zu meistern und ihnen gelassener begegnen können.

Konflikte meistern – aber wie?

Es passiert so schnell… Der Chef stellt unmögliche Forderungen. Frist: Bis gestern. Der Druck im Job steigt von „gut zu händeln“ auf „F*CK?#%$§“ in unter einer Sekunde. Das Chaos ist perfekt. Vor lauter Arbeit – Ja, genau! Die, die „bis gestern“ fertiggestellt sein soll. – habe ich die Zeit vergessen. Die Folge: Der Haussegen hängt schief. Mein Mann nölt rum, weil ich den Zeitplan aus den Angeln gehoben habe. Die Kinder sind quengelich weil unterzuckert und der Hund hat aus Protest ein Häufchen in den Garten gemacht.
Und ich mitten drin. Gut möglich, dass ich es noch immer allen recht machen möchte.
Alles hypothetisch, versteht sich. Zumindest die oben aufgezählten Fakten – die Mechanismen kennen viele Menschen. Die Frage, die sich stellt, ist: Wie können wir damit gut umgehen?

Wie können wir für uns und für andere die Situation so gestalten, dass wir mit dem Konflikt umgehen können?

Folgende fünf Tipps helfen dir, nicht in die Streit-Achterbahn einzusteigen:

Abgrenzung als Erfolgsfaktor

Wenn du dich von dem Konflikt und den beteiligten Personen innerlich klar abgrenzt, kannst du besser in der Situation agieren. Abgrenzen bedeutet nicht, dass du dich tatsächlich von jemandem trennst (es sei denn, du willst das!) oder wegläufst. Es bedeutet, dass du dich der Frage stellst „Zu wem gehört der Konflikt gerade? Ist es meiner? Oder der von XYZ?“ Wenn dir klar ist, woher der Wind weht, kannst du versuchen zu verstehen, was dahinter steckt.

Die eigenen Gedanken zähmen

Bevor dein Gedankenkarrussel startet und du dich in ein Gewirr aus Annahmen, Vermutungen und Mutmaßungen stürzt, kannst du aus dem Karrussel aussteigen. Steigerst du dich nicht in das, was da angeblich auf dich zu kommt (wenn du deinen Gedanken Glauben schenkst), hinein, kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren.

Verstehen, worum es eigentlich geht

In Konflikten geht es nicht um das, was von außen leicht zu erkennen ist. Es geht um die Ebenen darunter. Bleiben wir beim oberen Beispiel:
Der Chef hat womöglich selbst gerade Druck von seinem Vorgesetzten bekommen. Dieser hat die Deadline für das Projekt auf morgen verschoben, weil XYZ passiert ist.
Mein Mann hatte einen anstrengenden Tag. Der Gedanke, am Nachmittag einen Kaffee mit mir in der Sonne zu trinken, hat ihn durch den Tag getragen. Er hat sich gefreut. Ich bin aber nicht da.
Die Kinder haben Hunger. Essen! Ein ganz wesentliches Bedürfnis! Und ich komme später. Weil wir al Familie gerne zusammen essen, haben Sie gewartet. Jetzt quengeln sie.

Der Hund ist zwar nicht mausend, er bekommt seinen Spaziergang halt später. Er wusste nicht wohin, also hat er sein Bedürfnis im Garten befriedigt. Es gibt nichts, was man nicht mit Schaufel/Gartenschlauch entfernen kann. (Immerhin komme ich so doch noch in den Garten.

Ein wunderbares Beispiel dafür, welche Varianten von Konflikten es geben kann, wohin Annahmen und Vermutungen uns führen, und, dass es in der Regel einen guten Grund gibt.

Zweinigkeit

Vera F. Birkenbihl hat den Begriff der Zweinigkeit geprägt und er ist wirklich passend! Wenn du dich mit deinem Konfliktpartner darüber einig bist (oder mit uns selbst), dass ihr nicht unbedingt die gleiche Meinung haben müsst, sondern jeder die eigene behalten kann und mit einem guten Kompromiss die Situation gut lösen könnt, habt ihr bereits beide gewonnen.

Du musst dann nicht mehr um jeden Meter kämpfen. Das entspannt ungemein!

Zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen

In Ruhe streitet es sich einfach besser. Nehmen wir an, ihr schafft es nicht, euch „in Ruhe!“ Zu streiten. BVielleicht ist noch einiges um euch los oder ihr habt den Kopf bereits voll mit Gedanken, dann hilft es, wenn ihr ein bisschen Abstand schafft. Finden einen Ort und eine Zeit, an dem und de ihr euch gemeinsam und mit bestem Willen zusammensetzt und die Sache diskutiert. Es nützt nichts, wenn ihr in Mitten des Durcheinanders des Lebens zur Lösungfsfindung trefft, wenn euch während dessen noch der Chef, die Kinder, die Nachbarn mit Stecken beschmeißen.

Schmeißt sie raus! Zumindest temporär. Wenn der erste Konflikt gelöst ist, dann schafft ihr auch gemeinsam den zweiten.

Beispiel:

Konflikt Du – Chef: Habt ihr den Interessentkonflikt gelöst und besprochen, dann könnt ihr das Projekt angehen und dem Chef vom Chef eine Lösung präsentieren.

Konflikt Du – Mann: Habt ihr eine Lösung, z.B. statt Kaffee am Nachmittag ein Glas Wein am Abend, wenn die Kinder im Bett sind und ihr wirklich Ruhe herrscht, dann habt ihr wieder Ressourcen frei, um die Kinder zu organisieren.

Konflikt Du/ihr – Kinder: Gemeinsam organisiert sich eine Raubtierfütterung einfach am Besten. Etwas das schnell geht, kann jetzt wirklich hilfreich sein…

Am Ende könnt ihr, vielleicht sogar gemeinsam, mit dem Hund vor die Türe. Bewegung wirkt Wunder, um Spannung abzubauen. 🙂

Fünf kleine Strategien, die gemeinsam ein kleines Power Pack in jedem Streit bilden. Alles Gute damit!

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